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Hessischer Volleyballverband trauert um Werner Graf von Moltke

W-v-Moltke Ein großes Sportlerherz schlägt nicht mehr.
Die Volleyballfamilie in Hessen trauert gemeinsam mit dem Deutschen Volleyball-Verband und den Familienangehörigen um einen großen Sportsmann, glühenden Volleyballenthusiasten und Macher vieler internationaler Volleyballwettbewerbe in Deutschland.
 
DVV-Präsident René Hecht trauert: "Werner von Moltke war eine der prägendsten Figuren, die es im Volleyball jemals gegeben hat. Er hat unglaublich viel für die Sportart Volleyball getan und war – obwohl er aus der Leichtathletik kam – positiv volleyballverrückt. Mit seiner einmaligen und unnachahmlichen Art sowie unbändiger Leidenschaft hat er den deutschen Volleyball durch eine sehr erfolgreiche Zeit geführt. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Die Nachricht von seinem Tod hat mich tief getroffen. In Gedanken bin ich bei seiner Familie, der ich mein Beileid ausdrücken möchte.“
Werner Graf von Moltke war zwar Präsident, aber immer ein Sportler durch und durch. Als Zehnkämpfer gewann er 1966 die EM-Goldmedaille in der Königsdisziplin der Leichtathletik. Als er nicht zum Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gewählt wurde, fand er seine neue sportliche Heimat im Volleyball. Mit seiner Wahl zum DVV-Präsidenten 1997 auf dem Verbandstag in Münster startete gleichzeitig eine neue Ära im deutschen Volleyball.
Von Beginn an etablierte er sich als „Macher“. Er holte die erste Frauen-WM (2002) nach Deutschland und kurze Zeit später die erste Beach-WM (2005). Die Olympia-Qualifikationsturniere (2000, 2004, 2008, 2012), die dreimal das Sprungbrett zu den olympischen Turnieren bedeuteten, und die Europameisterschaften (2003 Männer, 2004, 2008, 2010 Beach und 2013 Frauen), die mit dreimal EM-Gold (Beach) und viermal EM-Silber (2x Beach, 2x DVV-Frauen) glänzend endeten, unterstrichen die Leidenschaft, mit der er zu Werke ging. Mit seinem Engagement gab er dem Volleyball der breiteren Öffentlichkeit ein Gesicht.
Für Action war unter ihm immer gesorgt: Legendär sein Sprung auf die Jubeltraube der DVV-Frauen nach der sensationellen Olympia-Qualifikation 2000 in Bremen oder sein vehementes Handeln bei der Beach-EM 2005, als er sich bei einem angedrohten Spielerstreik gegenüber dem Weltverband kurzerhand auf die Seite der Sportlerinnen und Sportler schlug.
Seine Art kam sehr gut an. So sagte einst Ex-Bundesinnenminister Otto Schily über ihn: „So einen positiv verrückten und durchsetzungsstarken Präsidenten wünsche ich mir auch für andere Sportverbände.“ Von Moltke war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, des Silbernen Lorbeerblattes und des Goldenen Bandes der Berliner Sportpresse.
Genau diese Art wird dem deutschen Volleyball fehlen. Werner Graf von Moltke ist in der Nacht von Montag auf Dienstag in seinem Heimartort Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz friedlich eingeschlafen.


W-v-Moltke

Quelle HVV-DVV
Foto DVV-DOSB
 

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